Presse
Über Uns
-
Feuer und Wasser zusammenbringen
56 Künstler öffnen zur 7. Auflage der "Eifeler Atelier Tage" ihre Arbeitsräume für das Publikum. In einem Roggendorfer Laden, wo sonst Sportvereine ihre Shirts bedrucken lassen, hat nun eine Galerie eröffnet, die es vorher nur online gab.
Eifel - Normalerweise ist es umgekehrt. Erst kommt der Laden oder das Unternehmen und dann erst entsteht eine entsprechende virtuelle Präsenz im Internet. Diesmal ist es aber nicht so geschehen. Während der siebten Auflage der Eifeler Atelier Tage (EAT) feiert das Kunstportal Eifel fünfjähriges Bestehen. Gleichzeitig ist diese virtuelle Präsenz, die Eifeler Künstlern die Möglichkeit bietet, gegen vier Euro monatlich ihre Bilder oder Termine ihrer Veranstaltungen online zu stellen, nun Realität geworden. Im Roggendorfer Geschäft „Mein-Vereinslokal.de“ an der B 266 ist nun eine echte Galerie beheimatet.
Kunsterlebnis als "Stolperstein"
„Ich bringe hier Feuer und Wasser zusammen“, sagt Benedetto Gentili, Chef des Medienhauses Eifel, der das Kunstportal und auch das Vereinslokal betreibt, lächelnd. Denn es sei ihm klar, dass Vereinsleute, die in seinen Laden kämen, um Trikots oder T-Shirts mit individuellen Aufdrucken zu bestellen, eher nicht die Klientel seien, die auch auf Kunstausstellungen zu finden seien. „Hier trifft Kunst auf Breitensport und vielleicht können wir so mehr Leute für Kunst - und besonders die Eifeler Künstler - begeistern“, so Gentili.
Das Ganze solle ähnlich eines Stolpersteins sein, über den man stolpert, wenn man gar nicht damit rechnet und sich dann damit auseinandersetzt. Welche Werke er an den Wänden des Vereinslokals hängen hat, weiß er eigentlich selbst nicht. „Denn das ist eine ,demokratische Galerie'“, erklärt der Medienhaus-Chef. Demokratisch? „Ja“, so Gentili, „ich filtere nicht wie das aus verständlichen Gründen in anderen Galerien der Fall ist.“
In Roggendorf könnten sich Künstler, die im Kunstportal angemeldet seien, für einen Euro pro Monat einen Quadratmeter Wandfläche oder auch mehr mieten und sich dort präsentieren.
Banken sollen mehr Eifeler Kunst wagen
Als gewisse „Vergrößerung“ der Galerie dienten zudem die Wände im Ärztehaus Schumacher in Kall, wo ebenfalls Kunst ausgestellt werden könne. „Reich werde ich damit sicherlich nicht“, sagt Gentili. Er sehe das alles als eine Art Kultursponsoring, da er von der Eifeler Kunst begeistert sei. „Ich würde mir wünschen, dass in den Bank-Geschäftsstellen in der Region nicht immer Drucke von Miró hängen würden“, so Gentili. Da könnten doch Originale von Eifeler Künstlern hängen, wenn die Banken schon mit ihrer Regionalität werben würden.
Und welche von diesen Künstlern schaut er sich während der Eifeler Atelier Tage an? „Ich finde es spannend, einfach draufloszufahren“, so Gentili. Er werde wohl Ateliers in der Nähe seines Wohnortes Schleiden besuchen. Mehr als drei bis vier schaffe er aber nie. „Weil ich es so spannend finde, zu sehen, wie und wo die Künstler arbeiten, bleibe ich immer sehr lange in einem Atelier“, so Gentili. Weil es vielen Leuten so gehe, habe er sich auch entschlossen, die Galerie in Roggendorf am EAT-Wochenende nicht zu öffnen - um keine Konkurrenz zu sein. Denn dort in seiner „demokratischen Galerie“ sei die ganze Woche über immer von 14.30 bis 18 Uhr geöffnet.
Lesen Sie alle Presseartikel über uns!
Von uns
-
Druck&Medien 06/06
Papierlos – Heidelberg macht es vor
Wenn man den Gelehrten und Statistikern der Branche glauben schenken mag, ist der Weg zum papierlosen Büro noch ein langer. Zumindest in den nächsten 30 Jahren wird der beschreibbare Zellstoff unseren Büroalltag begleiten., ja sogar mit einem Wachstum von jährlich bis zu drei Prozent ist die Rede. Und danach geht es bergab, Papier wird dann nur noch was für altmodische Menschen sein. Vielleicht behalten sie ja Recht, die Statistiker, genau so wie mit den Prognosen, nach denen wir seit ungefähr 4 Jahren kein Erdöl mehr haben. Doch wir alle drucken doch jede Notiz auf Papier aus und pflegen nicht nur schriftliche, sondern sogar handschriftliche Korrespondenz. Wir faxen und kopieren was das Zeug hält, oder etwa nicht?
Neulich, wieder einmal viel zu schnell, hatte ich Besuch von Technikern der Firma Heidelberg. Irgendetwas an der Druckmaschine, für das man 2 Personen braucht, einen für die Elektronik, den anderen die Hardware. Nach getaner Arbeit und viele Hundert Euro später, stehen beide mit stolz geschwellter Brust vor mir, nein nicht ob ihres erledigten Handwerks, nein, beide streckten mir selbstbewusst ihre Palms, mit der Bitte um elektronische Unterschrift entgegen. Die alten Durchschreibeformulare wären viel zu lästig, und überhaupt, würde das ja alles viel Geld sparen.
Naja, meins jedenfalls nicht. Und was mit der Druckerei, die die Formulare druckte, fragte ich ein wenig verdutzt. Die spart sicherlich jetzt auch viel Zeit. Und ihr demnächst auch, wenn ihr nicht mehr gebraucht werdet? Oder repariert ihr auch Palms?
Also ich kenne da einen Metzger, der isst seine eigenen Produkte. Das schmeckt ihm und weckt Vertrauen beim Verbraucher. Auch wenn er gar nicht weiß, was das ist, ist das gutes Marketing. Vielleicht sollte Heidelbergs Marketingabteilung, und ich bin sicher die haben eine, mit gutem Vorbild voran gehen, und sich von der Wurst meines Metzgers ein ordentliches Scheibchen oder zwei abschneiden.




